Gender und Rugby

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„sex is biological and gender is socially constructed“ – ist das wirklich alles?

„Nondiscrimination on the basis of sexual orientation has been part of USA Rugby’s policies for 15 years. USA Rugby has looked to the LGBT community as a growth area in this sport that is more popular outside of the USA. Twenty new LGBT friendly rugby teams have formed in the past two years around the world.“ (ich weiss nicht mehr, woher dieses zitat stammt, aber vermutlich von der usa rugby website)

„Gay Rugby“ ist ein beliebter Begriff in Suchmaschinen, „Gay Rugby“ ist aber auch ein Fakt, der seinen Weg in die Oeffentlichkeit gefunden hat, spaetestens als mit Mark Bingham, Passagier von Flight 93 (9/11, das Flugzeug das Dank der Gegenwehr einiger Passagiere nicht ins Pentagon stuerzte) und schwuler Rugbyspieler, Gay Rugby einen Helden hatte, ein Gesicht, eine Identifikationsfigur.
Mark Bingham spielte fuer San Francisco Fog, einen schwulen Rugby Club, und seit seinem Tod sind nicht nur in vielen Laendern der Welt schwule Rugby Clubs entstanden, es gibt auch einen Cup, den Bingham Cup, der 2006 zum 3.Mal ausgetragen wurde, in New York City.
Dort uebrigens zum ersten Mal mit Beteiligung von Frauenteams.

Kommen wir zurueck zum einleitenden Zitat: LGBT heisst Lesbian, Gay, Bisexual, Transgendered.

Der DRV hat meines Wissens eine solche Nichtdiskriminierungsnote nie ausgesprochen. Auch die DRF haben keinen Passus dazu in ihren Statuten.
Nach dem Motto: wo kein Klaeger, da keine Klage, wird das Thema ausgeklammert.

Ob es im deutschen Herrenrugby schwule Spieler gibt, lassen wir mal dahingestellt und verweisen auf den Fussball (denn Maenner sind hier nicht das Thema); das es lesbische Spielerinnen gibt, wissen wir. Bisexuelle sicher auch.

Transgendered? Was ist das ueberhaupt?

Transsexuell nennt man es im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch und gemeint ist jemand, der koerperliche Attribute eines bestimmten Geschlechts mitbringt, sich aber dem anderen zugehoerig fuehlt.
(Das ist nun verkuerzt dargestellt, naehere Informationen bieten die Suchmaschinen der eigenen Wahl)

Was passiert nun, wenn ein „technisch gesehener“ Mann in einem Frauenteam Rugby spielen moechte?

Da die USA in diesen Dingen schon weiter fortgeschritten sind, moechte ich auf 2 Debatten verweisen:

Trans-Players 1 und Trans-Players2.

Beide entnommen dem grossartigen Blog Saturday, Rugby Day aus den USA.

Eine Information, die auf jeden Fall erhellend ist: Es gibt eine Regelung des IOC und auch des IRB, die besagt, das Transgendered Players erst 2 Jahre nach ihrer abschliessenden geschlechtsveraendernden Operation Punktspiele fuer ein Team absolvieren duerfen.

Ich hoffe, das ich alles korrekt wiedergegeben habe und wuerde mich freuen, wenn diese Thematik auch Eingang in unsere Regularien faende.
Transgenders gibt es auch in Deutschland und vielleicht spielen diese auch Rugby.

3 Antworten to “Gender und Rugby”

  1. nina Says:

    http://www.euractiv.com/de/sport/sport-geschlecht/article-145926
    eine ganz interessante zusammenfassung von gender-mainstreaming bemuehungen in der EU.

  2. nina Says:

    zum thema: was ist geschlecht?

    http://www.dgti.org/gsymmaerz04.html

  3. nina Says:

    und noch ein interessanter artikel, aus dem universum des runden balls, aber nichtsdestotrotz:
    http://damenrugbycharm.antville.org/stories/1704521/

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