7er-EM: Deutschland erkämpft sich Platz drei

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„Platz eins oder zwei in der Gruppe ist Pflicht, alles weitere Kür“, hatte Volker Himmer vor der Frauen-EM der Division 1 im 7er-Rugby, die am Wochenende in Zagreb stattfand, verkündet. Am späten Sonntagnachmittag zog der Trainer zufrieden Bilanz. „Das lässt für die Zukunft hoffen“, freute sich Himmer über den dritten Rang, den sich sein Team mit der Ausbeute von fünf Siegen und nur zwei Niederlagen bei 162:71 Punkten erkämpft hatte.
Im entscheidenden Platzierungsspiel setzte sich die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) mit 22:5 gegen Litauen durch und revanchierte sich damit bei den Osteuropäerinnen für die 12:14-Niederlage aus der Vorrunde, die das deutsche Team letztlich den Gruppensieg gekostet hatte. „Im ersten Spiel gegen Litauen haben wir schwach gespielt“, sagte Himmer, stellte jedoch zugleich klar: „Wir waren mit einer jungen Mannschaft am Start, da muss man mit Höhen und Tiefen rechnen.“ Erfreulicherweise zeigte die DRV-Auswahl deutlich mehr Licht als Schatten und verlor nur noch eine weitere Partie. Die allerdings recht deutlich mit 0:40 im Halbfinale gegen die französische U20-Nationalmannschaft. „Wir hatten in diesem Spiel Angst vor dem großen Namen und vor unserer eigenen Courage“, meinte Himmer. „Im Spiel um Platz drei haben wir gegen Litauen dann allerdings Siebenerrugby in Perfektion gespielt und hatten stets die komplette Kontrolle.“
Als große Stärke der Mannschaft wertete der Nationaltrainer deren Ausgeglichenheit. „Wenn mal zwei, drei Spielerinnen ausfallen, haben wir im Gegensatz zu anderen Nationen immer noch ein gutes Team zusammen“, so Himmer. Schließlich fehlten in Zagreb mit Freia Michau, den Schwestern Nina und Lisa Kropp (alle verletzt) sowie Dagmar Steinweg vier Akteurinnen, die bereits unter Beweis gestellt haben, dass sie zu den besten deutschen Siebener-Spielerinnen gehören. „Man sieht also, dass wir sogar noch Alternativen in der Hinterhand haben. Es gibt in Deutschland derzeit knapp 15 Siebener-Spielerinnen, die sich alle auf dem gleichen hohen Niveau bewegen“, sagte Himmer.
Ob die deutschen Frauen auch die Möglichkeit bekommen, sich mit den besten der Welt zu messen, steht allerdings noch nicht fest. „Vor Turnierbeginn hieß es, dass die beiden Finalisten einen Startplatz bei der WM-Qualifikation bekommen. Da allerdings die französische U20-Nationalmannschaft im Endspiel stand, macht diese Regelung ja keinen Sinn. Logisch wäre es nun eigentlich, wenn wir als Dritter des Turniers für die WM qualifiziert wären. Ob das so ist, steht allerdings noch nicht fest“, erklärte der Nationaltrainer.

Deutschland: Doris Albers, Sandra Seelinger (beide SC Neuenheim), Ninja Duri (FC St. Pauli), Tina Durst, Dana Ribbentrop, Kirstin Wagner (alle SC Germania List), Jana Eisenbeiß, Svetlana Hess, Lisa Maral (alle Heidelberger RK), Corinna Völker (Eintracht Frankfurt) – Trainer: Volker Himmer – Team-Manager: Frank Bronneberg

Vorrunde, Deutschland – Andorra 29:7
Punkte: Tina Durst (10), Ninja Duri (10), Corinna Völker (5), Doris Albers (4)

Deutschland – Litauen 12:14
Punkte: Doris Albers (7), Ninja Duri (5)

Deutschland – Norwegen 25:0
Punkte: Tina Durst (10), Corinna Völker (10), Dana Ribbentrop (5)

Deutschland – Bulgarien 34:0
Punkte: Ninja Duri (20), Doris Albers (7), Tina Durst (5), Lisa Maral (2)

Deutschland – Polen 40:5
Punkte: Doris Albers (18), Svetlana Hess (10), Jana Eisenbeiß (10), Lisa Maral (2)

Halbfinale, Deutschland – Frankreich U20 0:40

Spiel um Platz drei, Deutschland – Litauen 22:5
Punkte: Ninja Duri (10), Doris Albers (7), Tina Durst (5)

Punkte für Deutschland (gesamt): Ninja Duri (45), Doris Albers (43), Tina Durst (30), Corinna Völker (15), Svetlana Hess (10), Jana Eisenbeiß (10), Dana Ribbentrop (5), Lisa Maral (4) (cd)

Eine Antwort to “7er-EM: Deutschland erkämpft sich Platz drei”

  1. nina Says:

    zum thema world cup qualifikation:
    „All participants of Final Europe Qualification Round of the Women’s Rugby Sevens World Cup in Dubai 2009 (16):
    TOP10 : England, France, Spain, Ireland, Netherlands, Sweden, Italy, Wales, Portugal, Russia
    first 5 from Division A: Switzerland, Germany, Lithuania, Belgium, Romania
    winner Division B : Finland“

    via fira-forum

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