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Belgien vs “Deutschland”

März 3, 2013

Wie bekannt, hat der DRV die deutsche XV der Frauen ausgesetzt, dh, es gibt keinerlei finanzielle Foerderung und letztlich auch keine administrative Unterstuetzung. Da alle Nationalmannschaften Teil des Vermarktungsvertrages mit der Fa. Sportsworks sind, ist es nicht moeglich, eigeninitiativ Gelder einzuwerben und die XV international spielen zu lassen.

Nichtsdestotrotz spielt am kommenden Wochenende Belgien gegen “Deutschland” – genau gesagt, gegen eine RBW-Auswahl.

Hier die Vorberichterstattung durch John Birch auf scrumqueens:

http://www.scrumqueens.com/features/belgium-prepare-meet-germany

“Their opponents next weekend – a German XV – offer further consolation for anyone concerned that the future of fifteens may be in doubt, because the game has been organised and will take place despite the fact that the German RFU removed all support and funding for the official German women’s XV in 2010.Germany has as proud and almost as long a history as Belgium with over 60 test matches played since 1989, including two World Cup appearances, and wins over teams such as Sweden and the Netherlands. So news about the loss of their national team was greeted with some disappointment.

However, the players did not simply sit back and accept the decision, and last season won the support of the Rugby Association of Baden-Württemberg to help organise an unofficial team. Baden-Württemberg – the strongest association in the country – took on the role as they see it as a way to promote the game, as well as give players the opportunity to represent their country internationally. Ultimately the aim of all concerned is to change the decision of the German RFU.”

Zur Kenntnisnahme:

August 2, 2011

Neustart für die DRF?
Es gibt Institution, die an das Ungeheuer von Loch Ness erinnern: Es soll sie geben, aber die letzte Sichtung liegt lange zurück. Die Existenz der Deutschen Rugby Frauen (DRF) ist unbestritten, nur die Arbeit der DRF blieb abseits des Frauenrugbys unsichtbar. Ein Umstand, der nach Ansicht des neuen DRF-Präsidenten Domenico Rullo nicht auf mangelnden Einsatz der Beteiligten zurückzuführen ist: “Die bisher Aktiven haben tolle Arbeit geleistet. Stellvertretend für dieses Engagement seien hier Karen Weikard für den administrativen und Susanne Wiedemann für den sportlichen Bereich genannt.”
Am 16. Juli übernahm Rullo, gleichzeitig Vizepräsident des Rugbyverbandes Nordrhein- Westfalen, das seit dem Rücktritt von Olga Schneidewind verwaiste Präsidentenamt. “Ich sehe im Frauenrugby großes Potenzial. Das zeigt der hervorragende 7. Platz der 7er Nationalmannschaft bei der EM in Bukarest. Wir haben die Chance, langfristig vorne in Europa mit zuspielen. Bis dahin ist es ein weiter Weg, aber die Aufbauarbeit macht auch den Reiz dieser Aufgabe aus.” Dabei hofft Rullo auf die Unterstützung erfahrener Kräfte. “Wie bereits erwähnt, leisten alle in der DRF Engagierten sehr gute Arbeit. Ich hoffe, dass sie weiterhin dabei bleiben. Auch die neu dazugekommenen mach einen guten Eindruck.” Darüber hinaus will der neue Präsident auf die Vereine und Landesverbände zugehen: “Der Input der Basis ist wichtig. Es gibt eine Menge Best-Practice-Beispiele: Velten hat eine komplette Mädchenmannschaft. Vom Heidelberger RK mit seinem großen Kader kann man lernen, wie man Spielerinnen akquiriert und bei der Stange hält. Von diesen Erfahrungen können wir nur profitieren, wenn es darum geht, Vereine im Aufbau zu unterstützen. Außerdem müssen die Vereine bei der Weiterentwicklung des Frauenrugbys eingebunden werden.”
Neben den Vereinen wird auch die Zusammenarbeit mit dem Vorstand des DRV entscheidend sein. “Mit dem neuen Präsidium um Ralph Götz und Jürgen Zeiger ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich”, zeigt sich Rullo optimistisch. “Der DRV hat sich neu aufgestellt und wir sind in der Pflicht, an der Weiterentwicklung des deutschen Rugbys mitzuwirken.”
Einen Punkt hat Rullo dabei bereits ausgemacht: “Es liegt viel strukturelle Arbeit vor uns.” Jedenfalls ist die DRF wieder ein wenig sichtbarer.

© Fabian Müller-Lutz, Pressesprecher RNW, 2011

(es muss natuerlich “_sind_ die DRF wieder sichtbarer” heissen)

Zur Erinnerung:

Januar 30, 2011

Aus dem DRV-Arbeitsplan “Rugby auf dem Weg nach Olympia 2016” vom Oktober 2009

III. Nationaler Spielbetrieb der Frauen (XV-er-Rugby)

1. Bundesliga/2. Bundesligen/Regionalligen

Die Deutschen Rugby-Frauen (DRF) folgen dem 2006 beschlossenen und 2009 fortgeschriebenen Entwicklungsplan mit dem Ziel, ab 2013 eine einteilige Bundesliga mit acht Vereinen und ab 2016 eine einteilige Bundesliga mit zehn Vereinen zu bilden. An den Entwicklungsstufen Achterrugby (für die Regionalligen), Zehnerrugby (für die 2. Bundesligen) und Fünfzehnerrugby (für die Bundesliga) wird bis 2016 festgehalten.

2. Regionalmeisterschaften

Mit den Auswahlmannschaften der Regionen Nord, Ost, West und Süd werden ab 2012 in jeder Saison zwei zentrale Turniere im Modus jeder gegen jeden ausgetragen. Jede Region trägt diese Turniere in festem Turnus aus.

IV. Internationaler Spielbetrieb der Frauen (XV-er-Rugby)

1. Europameisterschaft

Das DRV-Team nimmt alljährlich an der Europameisterschaft teil. Ziel ist in der Saison 2012/13 ein Platz unter den Top 6 der Division 2, in der Saison 2014/15 ein Platz unter den Top 4 der Division 2, in der Saison 2016/17 die Teilnahme am Finale der Division 2 und in der Saison 2017/18 der Aufstieg in die Division 1.

2. Länderspiele

Zur sportlichen Weiterentwicklung bestreitet das DRV-Team im Herbst eines jeden Jahres zwei Länderspiele (davon mindestens eines in Deutschland). Ziel ist ab 2011 die Ausrichtung eines jährlichen Drei-Nationen-Turniers in Deutschland.

“Das Frauenrugby in Deutschland steckt in der Krise.”

August 2, 2010

sagt wer?

Aufloesung:
https://frauenrugby.files.wordpress.com/2010/08/papier_wiedemann.pdf

DRF will eat itself….

Juli 5, 2010

Nachdem ich (und es war erst gestern) dieses geschrieben hatte, dachte ich, naja, ok, am Tiefpunkt angekommen kann es wenigstens nur noch aufwaerts gehn.
Aber getreu dem Motto “schlimmer geht immer” kommen noch mehr Dinge ans Tageslicht, die einer Bankrotterklaerung gleichkommen.
Stay tuned.
Ich schreibe grade an einem laengeren Artikel, indem ich die Geschehnisse in den 7 Jahren DRF zusammenfassen moechte, um darzustellen, wie wir dorthin gelangt sind, wo wir heute stehen.
Und was notwendig waere, um das deutsche Frauenrugby auf feste Fuesse zu stellen, naemlich ein langfristiges Konzept fuer die “breite Masse” – um die Elite wird sich eh gekuemmert, doch ohne Basis ist das auch eine Sackgasse.
Wer seine Beobachtungen der vergangenen Jahre mit einfliessen lassen moechte: nur zu!
Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder mail an rugby [at] stylepolice [punkt] de, danke!


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